MONO INC. & A LIFE [DIVIDED] am 14.06. in Würzburg

  • Sorry, ist ein bissel lang geworden... ^^


    Da stand ich nun, eingereiht in einem schwarzem Meer voller feierfreudiger Menschen und obwohl passend-neutral gekleidet fühlte ich mich hier seltsam deplatziert. Ich warf einen prüfenden Blick auf mein Konzertticket. Ist dies etwa ein geschlossenes Konzert speziell für den MONO INC. Fanclub?


    Mir war klar: Diese Band hat bislang alles richtig gemacht. Nahezu überwältigend, wie reichhaltig das Angebot an Kleidung mit MONO INC.-Logos & Schriftzügen ist. Als hätte der bandinterne Webshop erst eben noch kistenweise sein Sortiment vor der Halle verschenkt war hier wirklich alles vertreten. Noch lange bevor der erste Ton erklang wussten somit alle Anwesenden, dies hier würde ein Abend werden, an dem man sich gerne zurückerinnern wird.


    Nach und nach füllte sich die Veranstaltungsstätte, die aber auch bis zum Schluss nicht ganz voll wurde. Dabei wurde heute doch quasi Geschichte geschrieben: MONO INC. zum ersten Mal als Headliner in Würzburg!
    Geduldig wartend, sich unterhaltend und reichlich Getränke von der Hallentheke konsumierend wurde dem Beginn entgegengefiebert.


    Das Licht verdunkelte sich und A LIFE [DIVIDED] betrat die Bühne. Es soll ja Menschen geben, die würden liebend gerne auf Supportacts verzichten. Aber die haben offensichtlich noch nie ALD live gesehen! Höchst professionell geht die sechsköpfige Band zu Werk und lässt überall begeisterte Gesichter und neue Fans zurück. Da wird gerockt als hätte man schon hunderte Konzerte gespielt und kein Stein bleibt auf dem andern. Und wenn Frontmann Jürgen fragt "Wer von euch kennt uns noch nicht?" und dieselben Hände in die Höhe schnellen, die nach Konzertende am Merch-Stand eine neu erstandene Band-CD halten, dann ist das nicht weiter verwunderlich.
    Fazit: Stimmung großartig, einige hundert Fans dazugewonnen und das Versprechen gegeben "Würzburg, wir kommen wieder!". Macht das, Jungs. Unbedingt!
    Apropos 'wiederkommen': A LIFE [DIVIDED] gehen Ende des Jahres mit Eisbrecher auf Tour. Müde geworden von langweiligen, unmotivierten Support-Bands? Lösung: Hingehen!


    Act vorbei, Bühnenumbau. Die vertraute Pausenmusik sorgte mit Bands wie Rammstein, Eisbrecher, Unzucht für die nötige Abwechslung bis sich nach einiger Zeit die ersten Klänge von "My Worst Enemy" im Raum ausbreiteten. Ab jetzt galt: Nur noch zwei Stunden, dann wird der letzte Sargnagel in die AFTER THE WAR-Tour eingehämmert...


    Schon zu Anfang wurde das Versprechen gegeben, dass Tourabschlusskonzerte immer die ein- oder andere Überraschung zu bieten hätten. Im zweitem Zugabenblock sollte sich dies dann auch bewahrheiten.
    Aber alles der Reihe nach.


    Frontmann Martin war wie immer bester Laune und nie um die ein- oder andere witzige Bemerkung verlegen. Sehr sympathisch! Sympathisch kam wie gewohnt auch der Umgang mit den Fans rüber, der äußerst herzlich und immer authentisch und nie gekünstelt wirkte. Musiker können ein Lied davon singen: Fans für sich zu begeistern, ist leicht. Schwieriger ist es, sie zu behalten. Dabei müsste man sich doch einfach nur ein Beispiel an den Monos nehmen.


    Ich könnte jetzt anatomisch-präzise den gesamten Auftritt analysieren und ihn hochdetailliert wiedergeben. Stattdessen konzentriere ich mich auf die Unterschiede zum Konzert in Erfurt am 11.05., die mir so aufgefallen sind.
    Zum einen wäre da der Sound, der in Erfurt besser und klarer war. Dies wird wohl der Halle geschuldet sein? Schwamm drüber, denn für sich betrachtet war da sicher nicht viel auszusetzen. Viel bemerkenswerter war da schon Martins Gesang: Der klang in Erfurt auch besser! Subjektives Empfinden, lag's am Sound oder waren seine Stimmbänder gedanklich noch im Thailand-Urlaub, den Martin erst wenige Tage vor'm Konzert beendet hatte?
    Wermutstropfen? Mitnichten! Was zählt ist die Atmosphäre und die Stimmung im Saal und die ist bei MONO INC. Konzerten immer bestens. Mein Namensvetter hat seine Herde eben voll im Griff. Und dafür sind noch nicht einmal Spielereien wie Pyrotechnik nötig, wie man andernorts auf der Tour beobachten konnte - Erfurt blieb ohne. Nicht aber Würzburg: Bei "Arabia" ging's heiß her! Sehr schön, ein wahrer Eyecatcher.


    Wie eingangs erwähnt gab es ein besonderes Highlight und zwar wurde "Heile, heile Segen" erstmals live gespielt. Somit gehört man zu einem recht exklusivem Kreis von Leuten, die sich rühmen dürfen, die neue Single bereits jetzt in voller Länge zu kennen.


    Nach insgesamt 21 Songs wurde mit "Get Some Sleep", das mit den Worten "heute zum letzten Mal dabei" angekündigt wurde, der Abend beendet. Zurück blieb eine erschöpfte, aber glückliche Menge, die sichtlich viel Spaß und eine gute Zeit hatte.


    Es war ein würdiges Tourabschlusskonzert.
    ...an dem in bereits fünf Monaten die NIMMERMEHR-Tour anknüpft. ;)

  • dann mal noch meine fotos dazu...


    http://tombstone-webzine.de/mo…g-konzertfotos/#more-3401



    Taugenichts : ich fand den ton bei a life divided besser als bei mono inc. mono inc. kamen mir ziemlich übersteuert vor. da war ich froh, dass ich die ohrstöpsel drin hatte.


    ich muss auch tatsächlich zugeben, dass mir diesmal der support besser gefallen hat als die hauptband. und dabei hatte ich mono inc.-jubiläum. :wink: das war mein 10. konzert von ihnen. :smiley:

  • gut zu wissen dass ich mir die soundprobleme nich eingebildet hab. :smiley:
    wird bei mir wohl noch nen weilchen dauern bis ich auf dieselbe zahl komme. aber wenn man bedenkt dass ich mono inc. bis vor wenigen monaten noch kaum kannte und ich sie jetzt schon 2x live gesehen hab, is das nen guter schnitt ^^
    aber ja, ald gefielen wirklich gut. würde sie sehr gerne mal als headliner sehen. ne ordentliche fanbase haben sie ganz offensichtlich ja schon.